Frauenförderung im Kreis Kleve

Die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Frau Perau, hat in der Kreistagssitzung am 24.02.2011 Bericht erstattet. Elke Währisch-Große von den Grünen hat nachgefragt.

Tätigkeitsbericht der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Kleve


Die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Frau Perau, stellt ihren Jahresbericht vor

Sehr geehrte Frau Perau,

vielen Dank für Ihren Vortrag und dafür, dass Sie als Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Kleve engagiert arbeiten.

Wir wissen, dass Gleichstellung Führungsaufgabe ist und damit die Verantwortung für den Gleichstellungsauftrag beim Landrat liegt. Sie sind als Gleichstel­lungs­be­auf­tragte als Beraterin gefragt und haben in diesem Kreis die mühevolle Aufgabe auf sich genommen, Entwicklungen anzuregen und Impulse für einen Fortschritt zu geben.

Herzlichen Dank dafür seitens der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen!

Wir haben die Bitte, uns einmal zu erläutern, an welcher Stelle der Kreis Kleve im NRW-Vergleich in einem „Gleichstellungsranking“ angesiedelt ist. Haben Sie hierzu Informationen oder Erkenntnisse und können uns darüber berichten.

Aus dem Sozialausschuss wissen wir, dass der Kreis insbesondere Maßnahmen zur Beschäftigung von allein erziehenden Frauen ergreift – also insbesondere an der Stelle, wo sich durch Maßnahmen „für Frauen“ die Sozialkassen entlasten lassen.

Leider können wir derartige Maßnahmen für in ehelicher Bedarfsgemeinschaft lebenden, Arbeit suchende Frauen nicht verzeichnen. Vielmehr kennen wir aus einer Studie des Instituts für Arbeit und Qualifizierung der Universität Duisburg-Essen, dass der Kreis Kleve sich darauf konzentriert, die Männer von Bedarfsgemein­schaften in Arbeit zu bringen. Die Frauen können also nicht in gleichem Anteil auf Maßnahmen zur Arbeitssuche rechnen, wie dies Männer können. Sie erhalten nicht den ihnen zustehenden Anteil des Kreisangebotes für Arbeitssuchende.
Können Sie uns diesen Eindruck bestätigen und haben Sie Vorschläge bzw. Maßnahmen initiiert, wie dieses Missverhältnis aufgelöst werden kann?

Mit großem Interesse haben wir wahrgenommen, dass die Damen und Herren der CDU und auch der Öffentlichkeit großes Verständnis für „Herrn zu Googleberg“, pardon, Herrn zu Guttenberg aufbringt, der nach eigenem Bekunden wegen übergroßer Belastung im familiären Umfeld Fehler gemacht und den Überblick verloren hat. Das soll sich für ihn nach Ansicht der Bundesregierung nicht auswirken, jedenfalls verliert er nach ihrer Auffassung nicht an Glaubwürdigkeit und hat das Vertrauen der Kanzlerin. Nach eigener Auffassung ist er als Vorbild weiterhin geeignet.
Wir überlegen, ob eine so gestaltete Großzügigkeit zukünftig in der Beurteilung der Arbeits-/Dienstleistung von Beamtinnen und Tarifbeschäftigten im Kreis Kleve zu erwarten ist und regen an, entsprechende „Vorbildfunktion“ in den angemessenen Vergleich der Leistungen einzubringen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

Elke Währisch-Große

Elke Währisch-Große im Kreistag am 24.02.2011

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