Bald wieder in der City radeln

Das Büro „AB Stadtverkehr“ hat nun das Radverkehrskonzept für die Stadt Kleve präsentiert. Das Konzept war auf Antrag der Grünen im Rat beschlossen worden.

Nach vielen Monaten der Planung hat das Büro "AB Stadtverkehr" nun das Radverkehrskonzept für die Stadt Kleve präsentiert. Das Konzept sieht über 200 Maßnahmen vor, die die Infrastruktur für Radfahrer verbessern sollen.

Fahrradfahren auf der Hoffmann Allee – Foto Klaus-Dieter Stade

Radverkehrskonzept Kleve: Die ersten Ergebnisse  

Das Planen hat ein Ende. 2009 hatte die Stadt Kleve das Planungsbüro "AB Stadtverkehr" mit der Entwicklung eines "Masterplans" für den Radverkehr in der Schwanenstadt beauftragt. Knapp zwei Jahre später steht das Gesamtkonzept: Über 200 Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrsnetzes werden vom Planungsbüro vorgeschlagen – welche Maßnahmen letztendlich umgesetzt werden und zu welchem Zeitpunkt, entscheidet die Stadt.
Im Umwelt- und Verkehrsausschuss soll das Maßnahmenpaket am 31. März vorgestellt und dann Stück für Stück umgesetzt werden, erklärte der technische Beigeordnete der Stadt Kleve, Jürgen Rauer, bei der offiziellen Vorstellung des Masterplans im Forum der Karl Kisters-Realschule. "Es wird allerdings einige Jahre dauern, bis wir alles umgesetzt haben", sagte Rauer.

Info
Das Konzept
Das umfangreiche Radverkehrskonzept, entwickelt von der "AB Stadtverkehr" GbR, wird Ende März im Umwelt- und Verkehrsausschuss der Stadt vorgestellt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können das Konzept auch im Internet einsehen. Die Stadt Kleve stellt die Planungen auf www.kleve.de unter "Bauen & Wohnen", Unterpunkt "Radverkehrskonzept" zur Verfügung.
Verbindungen verbessern
Zu den Schwerpunkten des Konzeptes gehört das Anlegen neuer Radschnellwege, die den Radfahrern schnelleres Fahren mit weniger Unterbrechungen und Umwegen ermöglichen. So sollen die Verbindungen zwischen Kellen, Rindern und dem Stadtzentrum verbessert werden und auch schnelle Wege nach Kalkar und Kranenburg sind im "Masterplan" vorgesehen, ebenso eine Anbindung der Hochschule. Schutzstreifen sollen den Radfahrern unter anderem auf der Tiergartenstraße, der Briener Straße und der Dorfstraße ein geregelteres Fahren ermöglichen.
Auch größere bauliche Maßnahmen enthält das Konzept: Knotenumbauten werden für die Kreuzungen Emmericher Straße (B220) / Klever Ring, Klever Ring (B9) / Tiergartenstraße / Gruftstraße, Ringstaße / Römerstraße / Stechbahn, Lindenallee /Ringstraße und Lindenallee / Hoffmannallee / Hagsche Straße vorgeschlagen. Das Einrichten sogenannter "aufgeweiteter Radaufstellstreifen", rotfarbiger Flächenmarkierungen, die Radfahrern das Aufstellen an einer Kreuzung vor dem wartenden motorisierten Verkehr ermöglichen, empfiehlt das Planungsbüro unter anderem für die Knotenpunkte Merowinger Straße / Römerstraße / Lindenallee und Heldstraße / Spyckstraße / Tiergartenstraße.
Auch ein Thema, das in Kleve schon öfter diskutiert wurde, schneidet das Planungsbüro in seinem Gesamtentwurf an: Empfohlen wird die Freigabe der Fußgängerzone in der Klever Innenstadt für den Radverkehr in den Abend- und Nachtstunden.
Außerdem soll überprüft werden, ob Einbahnstraßen gegebenenfalls für den Radverkehr in beide Richtungen geöffnet werden können – nach Einschätzung der Planer ist dies für einen Großteil der Einbahnstraßen in Kleve möglich.
Das Planungsbüro aus Bocholt hat ein umfangreiches Konzept für die Stadt Kleve entwickelt. Welche Maßnahmen wann und wie umgesetzt werden, entscheidet nun die Stadt. Jürgen Rauer sprach von einer "Riesen-Aufgabe" – deren Bewältigung nicht zuletzt auch vom städtischen Geldbeutel abhängt.

VON JENS HELMUS – Rheinische Post Kleve – 24.02.2011

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